Saurer Gugelhupf

Schön langsam endet die Krautsaison. Der Bauer vis à vis hat bereits sein letzten Kraut aus dem Lager geholt. Zeit für uns, es ihm gleich zu tun. Natürlich verwenden wir ebenfalls nur Kraut von besagtem Bauern, regionaler geht gar nicht. Deshalb sollte für das letzte Krauthappel auch etwas ganz besonderes her. Wie zum Beispiel ein Gugelhupf, ein saurer Gugelhupf. Wobei das Kraut für den Halt und die Form sorgt. Wobei ich ehrlich sagen muss, zwischendurch habe ich schon gar nicht mehr daran geglaubt. Ich hatte nämlich das Kraut zu weich gekocht, sodass es ständig zerfallen ist. Am Ende habe ich die stabileren Krautblätter über den Gugelhupfrand in die Form gehängt und auf gut Glück den Boden mit den Krautfitzerln ausgelegt. Zu meinem eigenen Erstaunen kam ein wunderbarer Gugelhupf heraus, der auch ohne Gusseisen in Form blieb. Also, falls ihr auch kurz am verzweifeln seid, weil euch das Kraut zu weich wurde, keine Sorge. Klebt das Kraut einfach irgendwie in die Form, das passt schon. Ach ja, die Fülle ist übrigens eine Schicht Faschiertes mit einer Schicht Knödel. Ein deftiges Rezept, dass trotzdem irgendwie leicht geschmeckt hat. Außerdem sind diese knusprig gegarten Krautblätter an der Unterseite des Gugelhupfs wirklich lecker.

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Zutaten für eine 2 Liter Gugelhupfform:

700 g Weißkraut
600 g Faschiertes
5 alte Semmeln
250 ml Milch
2 Zwiebeln
30 g Petersilie
100 g durchzogener Speck
4 Eier
Salz, Pfeffer, Kümmel zum Würzen

Den Strunk vom Kraut entfernen und die Blätter in einem Topf Salzwasser weich kochen. Aufpassen, dass sie nicht zu weich werden, da die Gugelhupfform mit den Blättern ausgelegt wird.

Für die Knödelmasse die alten Semmeln in Würfel schneiden. Milch mit zwei Eiern verquirlen, salzen, pfeffern und die Hälfte der Petersilie dazu geben und über die Semmelwürfel gießen. Die Masse gut quellen lassen. Währenddessen die Zwiebeln und den Speck klein würfelig schneiden und in einer Pfanne anrösten. Die Hälfte der Zwiebel-Speck-Mischung unter die Knödelmasse ziehen.

Nun die Gugelhupfform einfetten und mit Bröseln ausstauben. Mit Krautblättern auslegen. Restliche Krautblätter klein schneiden. Das Backrohr auf 180 °C vorheizen.

Das Faschierte mit zwei Eiern, der restlichen Petersilie, der restlichen Zwiebel-Speck-Mischung und den Krautstücken gut vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen. Die Masse nun in die Gugelhupfform füllen und leicht andrücken. Die Knödelmasse darauf verteilen, ebenfalls gut andrücken und mit den überhängenden Krautblättern zudecken. Den Gugelhupf für 60 – 70 Minuten im Rohr garen. Mit gemischtem Salat servieren.

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